Raupen betrohen Apfelernte
Gegen gespenstische Gespinste im Garten

In diesen Tagen beginnen Raupen der Apfelgespinstmotte gemeinschaftlich, Gespinste an Bäumen zu weben. Um das zu verhindern, müssen Obstbaumbesitzer rasch handeln.
Die Blütenblätter fallen herab, dafür sprießt nun das Grün an den Apfelbäumen auf den Streuobstwiesen und in vielen Gärten in der Wetterau wie andernorts in Hessen. Allerdings droht ein kleiner Schädling dies großflächig zu vernichten: Raupen der Apfelgespinstmotte lieben die saftigen Blätter. In diesem Jahr dürfte der Schädling an manchen Orten besonders häufig auftreten, wie der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen warnt. Auch die Stadt Bad Vilbel hat das Risiko erkannt. Die Vorsorge gegen einen Befall von Apfelbäumen sei eine Gemeinschaftsarbeit, verlautet aus dem Rathaus.
Die Raupen müssten nicht nur auf den öffentlichen Obstbaum-Flächen bekämpft werden. Auch private Grundstückseigentümer müssten gegen die Nachkommen der Falter vorgehen oder geeignete Angebote von Dienstleistern annehmen. Andernfalls drohe im schlimmsten Fall ein Verlust aller Blätter und ein Ausfall der Ernte nicht nur im laufenden Jahr. Im Zweifel werde das Wachstum der Bäume in den nächsten Jahren geschmälert.
Allerdings bleibe für die Bekämpfung nicht viel Zeit, wie Tobias Storch, Pflanzenschutzberater beim Landesbetrieb, hervorhebt. „Der Behandlungszeitpunkt ist jetzt“, sagt er. Dies gelte für die südliche Wetterau und den Landkreis Gießen, aber auch den Main-Kinzig-Kreis, Frankfurt und den Main-Taunus-Kreis. „Für den Erwerbsobstbau stellt der Kleinschmetterling hingegen keine Probleme dar, weil er bei Standardbehandlungen zum Beispiel gegen Frostspanner und Blattläuse quasi nebenbei mit bekämpft wird“, erläutert Pflanzenschutzberater Storch.